Das Markersignal aufladen

Ein Markersignal ist ein deutlich wahrnehmbares Signal, welches zuverlässig eine Konsequenz vorhersagt. Es zeigt dem Hund sehr eindeutig: „Gut gemacht!“. 

 

Hunde zeigen immer ein Verhalten, auch wenn sie miteinander spielen. Aus diesem Fluss von Verhalten, kannst du einfach dasjenige Verhalten, welches dir gut gefällt; so wie man in einem Text wichtige Stellen mit einem dicken Stift anstreichet, markieren.

 

Ziel ist es, dass der Hund das von dir gewünschte Verhalten häufiger zeigt und unerwünschtes Verhalten weniger bis gar nicht mehr gezeigt wird.

 

Woher soll dein Hund wissen, was du gut findest, wenn du es ihm nicht eindeutig kommunizieren kannst?!? Ein Training ohne Markersignal, wird trotzdem erfolgreich sein, weil noch andere Dinge, als ein akustisches Signal, deinem Hund zeigen, was richtig ist, aber mit einem Markersignal geht es viel schneller und eindeutiger. Dein Hund wird es dir danken, wenn du dich somit besser auf sein Lernverhalten einstellst.

 

Welches Signal eignet sich als Markersignal?

 

Beim Aufbau verknüpfst du einen bislang unbedeutenden Reiz (Geräusch) mit einer für den Hund direkten positiven Konsequenz (Futter oder Spiel). Folgende Signale eigenen sich als Markersignal. 

Der Aufbau

Du hast dich für dein Markersignal entschieden. Wenn es ein Clicker ist, habe ihn in der Hand. Die positive Konsequenz (Futter oder Spielzeug) hast du schon in der Hand, aber so dass der Hund es nicht sehen kann (Hand hinter dem Rücken). Dein Hund befindet sich in deiner Nähe. Die Ablenkung deiner Umgebung sollte sehr gering sein.

 

 

Schritt 1:

    • Markersignal produzieren
    • werf deinem Hund sofort ein Leckerbissen hin, dass er auch direkt fressen darf
    • erneut Markersignal produzieren BEVOR dein Hund wieder zu dir guckt
    • und wieder einen Futterbrocken hinlegen
    • 5 Mal wiederholen
    • kurze Pause machen (wenige Minuten reichen schon)

Ziel: Hund wendet sich auf das Markersignal mit Erwartung einer Blohnung zu dir hin

  

 

Schritt 2:

  • Markersignal produzieren
  • Leckerbissen hinwerfen
  • Hund fressen lassen
  • warten bis dein Hund von sich aus zu dir guckt
  • dafür (zu dir gucken) gibst sofort dein Markersignal und das Futter
  • ca. 5 Mal wiederholen 

 

Schritt 3

  • Markersignal in Verbindung mit Übungen geben, die der Hund gerne macht und gut kann
  • Signal (z.B. Sitz) -> Hund setzt sich -> Markersignal -> Belohnung

 Ziel: dein Hund versteht, dass das Markersignal immer dann kommt, wenn er etwas richtig gemacht hat und  es immer ein Versprechen auf eine Belohnung ist, welches du hältst.

 

Diese 3 Schritte machst du anfangs in jedem Zimmer, dann hinter dem Haus, dann vor dem Haus und dann  unterwegs auf dem Spaziergang. Dein Hund lernt dadurch, dass es überall die gleiche Bedeutung besitzt.

 

Nach einem Markersignal, MUSS eine, für den Hund, direkte Konsequenz folgen. Optimal ist es, wenn die Belohnung zur aktuellen Motivation des Hundes passt.

 

 

Aufladen im Alltag:

 

Am besten gibt man das Markersignal immer kurz BEVOR es für den Hund etwas Belohnendes gibt.

Beispiele:

 

  • dein Hund hat Durst: Marker -> Wasser im Napf anbieten
  • Dein Hund möchte baden gehen: Hund ansprechen -> Marker -> ins Wasser gehen lassen (schicken)
  • Fressnapf: Marker -> Fressnapf hinstellen
  • Kuscheln: Marker -> Streicheln/Massagen 

 

Wenn wir ein Bedürfnis des Hundes wahrnehmen und wir können dieses befriedigen, dann geben wir einfach den Marker davor (der Hund muss nichts dafür gemacht haben). 

 

So lernt der Hund sehr zuverlässig und nachhaltig, dass nach dem Marker immer eine Belohnung kommt.

 

Wenn du noch mehr über Markertraining wissen willst, findest du hier zahlreiche tolle Tipps.

 

Herzliche Grüße

Daniela J. Braun

www.HundGutAllesGut.de

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